Meniskus

Der Innen- und Außenmeniskus wirkt im Bereich der Kniegelenke der Tangentialverschiebung von Ober- und Unterschenkel entgegen und schafft eine größere Kontaktfläche zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein. Wird er entfernt, dann verkleinert sich die Kraftübertragungsfläche und es resultieren Kräftekonzentrationen mit häufig vorzeitiger Degeneration des Gelenkknorpels. Ein Meniskus mit einem Einriss, der die Seitverschiebung nicht mehr unterbinden kann, hat auch keine protektive Wirkung mehr. Da der Meniskus für die Funktion des Kniegelenkes von wesentlicher Bedeutung ist, muß stets versucht werden, bei Rissbildung das Meniskusgewebe zu erhalten. Ist eine Wiederherstellung nicht möglich, kommt die Teilresektion in Betracht, wobei lediglich der instabile, funktionslose Anteil resiziert werden soll.

In fast 50% der Fälle ist das Innenmeniskushinterhorn verletzt. Eine Verletzung des Innen- bzw. des Außenmeniskus findet sich in einem Verhältnis von 3 : 1.

40% der Meniskusrisse entstehen sekundär nach einem Unfall, 50% aufgrund von degenerativen Vorschädigungen, ca. 8% der Risse sind primär traumatisch.

Bei jungen, aktiven Patienten mit Meniskusrissen sollte eine arthroskopische Refixation in Betracht gezogen werden. Je jünger der Patient, desto eher stellt sich diese Forderung, denn der Untergang eines größeren Meniskusanteiles kann eine vorzeitige Arthrose bewirken.