Mikrostrom-Therapie

In den USA erfolgt die Behandlung mit Mikrostrom seit vielen Jahren zu Behandlung von Schmerzen im Bereich der Gelenke und des Bewegungsapparates. Angeregt werden sollen durch die Behandlung körpereigene Selbstheilungskräfte. In der amerikanischen Literatur gibt es diese Therapieform seit Ende der 60er Jahre. In Deutschlang wurde bis heute eher selten mit der Biostimulation in der therapeutischen Praxis gearbeitet.

An der Zellmembran des gesunden Gewebes können elektrische Ströme in Größenordnungen zwischen 10 und 20µA gemessen werden. Dies wird durch den energieverbrauchenden Ionentransport an der semipermeablen Zellmembran gewährleistet. Kommt es zu Störungen der Membraneingenschaften der Zelle hat dies auch Folgen für den Protein- und Energiestoffwechsel.

Es handelt sich bei der Behandlung mit Mikrostrom um die Anwendung von gepulsten Gleichströmen mit einer Stromstärke um 500µA mit unterschiedlicher Frequenz. Durch den applizierten Strom werden die Körperzellen angeregt und der Energiefluss und somit der Heilungsprozess in Gang gesetzt und beschleunigt. Der Einfluss des Mikrostromes auf den Stoffwechsel ist wohl die entscheidende Komponente hierbei. Hierbei wird ein 1/1000 der Menge des Stromes eines TENS-Gerätes verwendet. Durch Mikrostrom wird der Zellmembrantransport und die Eiweißsynthese deutlich gefördert.

Nach einer einmaligen Behandlung sollte eine deutliche Beschwerdelinderung und nach vier bis fünf Sitzungen Beschwerdearmut oder Beschwerdefreiheit erreicht werden.