Knie oder Schulter verletzt. Was nun?

Die sportliche Aktivität hat in der Bevölkerung in den letzten 2 Jahrzehnten stark zugenommen und wodurch auch die Verletzungen am Bewegungsapparat proportional stark angestiegen ist. Am häufigsten betroffen ist das Kniegelenk, gefolgt vom Schulter- und Sprunggelenk.

Die Grenze zwischen rein unfallbedingten Schäden sowie Veränderungen aufgrund von Verschleiß bzw. Überlastung ist hierbei fließend. So findet man ab dem 40. Lebensjahr häufiger am Kniegelenk Verletzungen bzw.Veränderungen der Menisken, wogegen bei jüngeren Sportlern Verletzungen der Bänder überwiegen.

Darüberhinbaus zeigt sich auch eine stark sportartspezifische Abhängigkeit. Während bei Fußballspielern häufig Verletzungen der Knie und Sprunggelenke auftrteten , ist bei Handballern oder Tennisspielern ist eher das Schultergelenk betroffen.

 

Das wichtigste für die korrekte Behandlung ist die richtige Diagnose

„Häufig kann alleine schon durch die Befragung des Betroffenen die Diagnose zu 70-80% richtig eingeschätzt werden. Durch die klinische Untersuchung und ggf. eine bildgebende Diagnostik kann der erfahrene Sportmediziner in der Regel schon die richtige Therapie einleiten“, erklärt Dr. Awan von der Nordpark Praxisklinik.

„Bei einer akuten Verletzung eines Gelenkes, z.B. nach einem Zweikampf beim Fußball, sollte ein Facharzt innerhalb von 24-48h aufgesucht werden. Insbesondere, wenn das Bein oder der Arm kaum noch belastet werden kann. Bei Beschwerden, beispielsweise. nach 30-40 Minuten Joggen, reicht häufig schon eine Reduktion der Trainingsintensität für 2-4 Wochen und eine Überprüfung des Schuhwerkes. Sollten die Beschwerden länger als 6 Wochen bestehen bleiben, sollte auch hierbei ein Facharzt für Orthopädie oder Unfallchirurgie aufgesucht werden“, ergänzt Dr. Sellmann.

Die meisten Beschwerden können konservativ gelöst werden. Bei Knochenbrüchen und Bandverletzungen kommt es sehr auf die Verletzungsart und die Begleitumstände wie Lebensalter, Aktivitätsniveau und Nebenerkrankungen an. So werden Außenbandverletzungen am Sprunggelenk anders als noch in den 80iger und 90iger Jahren zu 80-90% ohne Operation zur Ausheilung gebracht.

Verletzungen des vorderen Kreuzbandes werden bei jüngeren Patienten hauptsächlich operativ behandelt, bei älteren Patienten kann zunächst auch eine konservative Behandlung mit Muskelaufbautraining versucht werden.

Sollte doch eine Operation notwendig sein, so kann diese zu über 90% arthroskopisch über 2-3 kleine (5-7mm) Schnitte erfolgen. Auch „größere“ Operationen wie z. B. eine Kreuzbandplastik oder eine Rotatorenmanschettennaht an der Schulter können durch den geübten Operateur heute meistens „minimalinvasiv“ behandelt werden.

„Der Vorteil ist ein geringerer postoperativer Wundschmerz, eine schnellere Rehabilitation mit kürzeren Arbeitsunfähigkeitszeiten und schnellerer Rückkehr zum Sport. Der Hauptvorteil ist aber vor allem eine geringere Komplikationsrate im Vergleich zu herkömmlichen Operationen“, berichtet Dr. Sellmann. „Heutzutage können wir die Operationen in den meisten Fällen ambulant durchführen. Ein Krankenhausaufenthalt von 10 Tagen mit Gipsruhigstellung nach einer Kreuzbandplastik gehört der Vergangenheit an. Der Gesamtaufenthalt im OP Zentrum beträgt nach einer solchen Operation nur noch 3-4 Stunden. Anschließend kann der Patient sich zu Hause erholen. Trotzdem gewährleisten wir ein 24-stündige ärztliche Bereitschaft, sollte doch mal etwas sein.“

In der Nordpark Praxisklinik arbeiten Spezialisten der Fachrichtung Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin unter einem Dach. Sollte eine konservative Therapie einmal nicht möglich sein, so können die Vorbereitung, Operation und auch die Nachbehandlung durch das gleiche Ärzteteam erfolgen. Behandlerwechsel mit hierdurch bedingtem Informationsverlust sind nicht erforderlich.

Dr. Sellmann und Saqib Awan sind u.a. spezialisiert auf arthroskopische Operationen. Dr. Sellmann ist derzeit der einzige Arzt in Mönchengladbach, der eine spezielle Zusatzqualifikation für derartige Eingriffe besitzt (AGA-Arthroskopeur).

Dr. Sellmann, Dr. Brach und Saqib Awan besitzen eine Zulassung für alle gesetzlichen Kassen. Außerdem besitzen Dr. Sellmann und Dr. Brach die Zulassung zur Behandlung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten